Dr. Erdmann Knösel

Ein begeisterter Modellbauer und –flieger, ein guter Kamerad hat uns verlassen.

Mit Entsetzen und tiefer Trauer müssen wir zur Kenntnis nehmen, dass uns Erdmann Knösel, unser ehemaliger Vereinsvorsitzender – für uns aber vor allem ein ehrlicher, herzensguter und immer um Ausgleich bemühter Freund – vor wenigen Tagen nach kurzer, schwerer Krankheit im Alter von 80 Jahren verlassen musste.

1952-56 absolvierte er die Geschwister-Scholl-Oberschule in Löbau. Eines seiner Interessengebiete dort war neben dem Tanzunterricht mit den 9.-Klässlerinnen, der Motorrad- und LKW-Ausbildung, Radtouren und Kutterfahrten auf der Olba (mit viel Gebrüll und lautem Gesang) schon damals die von Egon Storch geleitete Flugmodellbau-AG.

Anfang der 70er Jahre kam der promovierte Maschinenbauer, der seine akademische Ausbildung an der Fakultät für Luftfahrtwesen der TU Dresden begann und dort endgültig mit dem Flieger-Virus infiziert wurde, in Kontakt mit der Gruppe der Freiflieger an der TU Dresden. Dort setzte er seine modellfliegerische Laufbahn mit dem erfolgreichen Bau von Freiflugmodellen fort. Später, Ende der 70er, integrierte er die Fernlenk-Segelflieger in die GST-Fliegergruppe der TU Dresden und schaffte es, dass sich neben dem Spaßfliegen auch im Fernlenkflug durch systematisches Training und gekonnte Koordinierung der verschiedenen Talente der Mitglieder eine sportlich schlagkräftige Fernlenktruppe herausbildete. Schon vor 1989 bestanden deren Piloten, wie auch die Freiflieger nationale und internationale Herausforderungen nicht nur erhobenen Kopfes sondern oft auch mit Titeln und Medaillen dekoriert. Das half sicher auch dabei, wenn er die Mühen der Funktionärsarbeit bewältigen und den einen oder anderen Rüffel wegen eher weniger GST-konformen Verhaltens einiger Mitglieder abfangen musste. Erdmann hat gemeinsam mit seinen Mitstreitern kurz nach der Wende den Übergang dieser Modellfluggruppe in den MFSC TU Dresden e.V. innerhalb des Luftsportverbandes Sachsen e.V. und des Deutschen Aeroclub e.V. geschafft. Der Verein konnte nicht nur an die sportlichen Erfolge der Vorwendezeit anknüpfen, sondern hat auch eine Reihe von Welt-, Europa- und Deutschen Meistern aus seinen Reihen hervorgebracht und sich als Ausrichter hochkarätiger Wettbewerbe einen Namen erarbeitet. Und schließlich gliederte sich aus dem nun recht groß gewordenen TU-Verein der MFC Reinholdshain aus, der einen eigenen Flugplatz mit Zulassung für Motormodelle betreibt und mittlerweile bei den Veranstaltern von Flugschauen nicht nur regional eine gute Adresse ist. Dass die insgesamt vier um Dresden herum beheimateten Modellflugvereine heute sehr gut zusammenarbeiten, ist auch mit sein Verdienst.

Erdmann Knösel war selten ganz weit vorn in den Ergebnislisten, aber er hatte Spaß an der Teilnahme an Wettbewerben der Freiflieger und der Fernlenk-Segelflieger. Gemeinsam mit seinen Fliegerkameraden bei derartigen Veranstaltungen dabei zu sein und am Abend noch ausgiebig zu klönen, bereitete ihm ein unbändiges Vergnügen – egal, ob er als Wettbewerber oder Mitglied der Org.-leitung oder als Schiedsrichter agierte. Auch wenn er seinen Lebensmittelpunkt ins Fränkische verlegt und später den Vereinsvorsitz in jüngere Hände gegeben hat – seinem Verein und seiner Alma Mater ist er immer treu geblieben: Während des Wintercampings in Altenberg gab es Treffen mit den engsten Freunden; bei Vereinsversammlungen oder sportlichen Großereignissen war er meist mit dabei und seine wissenschaftliche Arbeit im Bereich der Zerspanung wollte er ebenfalls nicht missen. Sein Tod hinterlässt eine Lücke und wir werden zukünftig schmerzlich an sein Fehlen in unserer Runde erinnert werden. Aber wir werden uns dann auch immer die Stunden ins Gedächtnis zurückrufen, in denen wir an der Hangkante, auf der Wiese oder im Wohnwagen miteinander geflogen sind, gelacht, gefeiert, Pläne geschmiedet und wieder korrigiert haben – oder einfach nur die Seele baumeln lassen konnten. Und genau das nehmen wir mit als Erdmann Knösels Vermächtnis: Den Modellflug, sportlich betrieben, ernst zu nehmen aber daneben auch und vor Allem den Spaß und die Freude am Modellflug ebenso wie die Welt außerhalb des Modellfliegens zu genießen!

Wir trauern mit seinen Angehörigen und werden sein Andenken in Ehren halten.

Der Vorstand des MFSC TU Dresden

Der Landesmodellflugreferent des LSVSN e.V.

 

2. Unstrut Open F3F 2018

F3F auf historischem Gelände in Sachsen Anhalt

 Nun schon zum 2. Mal trafen sich die F3F Interessierten auf dem Flugplatz Laucha in Sachsen Anhalt oberhalb der Unstrut. Der Ort bietet ein vergleichsweise weites Vorfeld und einen etwa 40-50m hohen SW-Hang. Da nur eine Windrichtung im F3F nutzbar ist, ist ein fester Termin für einen Wettbewerb schwierig, wenn nicht gar unmöglich, zu bestimmen und so kam es, dass der Termin recht kurzfristig festgelegt wurde. Vielen Dank an Herrn Reinhard Otto der unser Vorhaben immer unterstützte. In den vergangenen Wochen war kaum Süd-West Wind zu verzeichnen. Beinahe wäre der Termin den Weihnachtsvorbereitungen zu nahe gekommen und so war auch ich etwas mutlos geworden, da der gesamte November nicht ein Wochenende bot an dem wir hätten fliegen können. Dank Uwe wurde ich am Montag wachgerüttelt und es wurden schnell ein paar Infos per WhatsApp geschrieben. Es wurde die Absicht bekundet das wir doch noch in Laucha fliegen wollen und wir so zu unserer zweiten Ausgabe der Unstrut Open kommen. Der genaue Termin wurde erst am Freitag morgen festgelegt. Sorry liebe Sonntagsflieger aber der Sonnabend war eine gute Wahl. Am Sonntag wäre wohl das Teilnehmerfeld größer gewesen, aber gegen Mittag war in Laucha verbindlich Schluss und es regnete für den Rest des Tages. Vielen Dank an dieser Stelle an Reiner, der auch am Sonntag noch vor Ort war und berichtete.

Gegen 8:00 Uhr war am Sonnabend noch Windstille und ich zweifelte ob ich die Vorhersage richtig gelesen hatte. Aber wir wollten ja erst ab 10:00 Uhr fliegen. Mit Hilfe von Uwe und Mathias wurde die Stecke und Anlage aufgebaut. Alle waren gut durch den Verkehr gekommen und rechtzeitig vor Ort, obwohl die Mehrheit über mehrere hundert Kilometer anreiste. Erst einige Minuten nach 10:00 Uhr kam dann der Wind so stark, dass wir beginnen konnten.

Mit 8 teilnehmenden Piloten war klar, dass alle irgendwie den ganzen Tag zu Fuß unterwegs sein werden und keiner Zeit bekam sein Modell für den nächsten Flug vorzubereiten. Das war umso schwieriger, da der Wind vormittags ständig zunahm und auch nach 13:00 Uhr wieder nachließ. So waren alle zügig auf den Beinen unterwegs und etwa ab der 11. Runde wurden diese dann auch nicht mehr schneller. So waren alle richtig schön beschäftigt und es fand sich auch nicht immer gleich jemand der die Wende oder die Startstelle hätte bedienen können. Siggi war gekommen um zu demonstrieren wie man fliegen sollte. Der Rest musste sich an seinen Zeiten abarbeiten. 10 gewonnene von 15 Runden sprechen für ihn. Nur beim schnellsten Flug des Wettbewerbs musste er sich knapp geschlagen geben. Den hatte Axel kurzerhand in der 8. Runde geflogen. Gegen 15:00 Uhr waren 15 Runden geflogen und alle wollten endlich mal etwas in Ruhe essen und trinken. So wurde beschlossen keine weitere Runde zu fliegen da auch der Wind zu diesem Zeitpunkt wieder sehr schwach wurde.

Ergebnisse

Die Startstelle war an diesem Tag, der ruhigste Posten mit dem geringsten Aufwand der zu vergeben war. Daher hatte ich genug Zeit alle anzuhalten das Laufen nicht zu vergessen. Auch wurde keine Pause gemacht da die Sorge groß war wertvolle Flugzeit zu verschenken. Vielen Dank an Euch, die ihr es tapfer ertragen habt.

Der Sieger stand zwar schon nach der 2. Runde fest, aber dennoch hatten alle ihren Spaß an diesem Tag.  So hatte ich mir das vorgestellt und soweit mir bekannt, ging es den Anderen genauso. Nach der kleinen Siegerehrung und einigen kurzen Gesprächen fing es auch schon an zu dämmern und der Flugtag war vorbei. Wir haben bewiesen, dass man auch im F3F 10 km laufen können muss, ohne dabei übermäßig zu trinken oder zu essen. und das es sich lohnt auf den richtigen Tag zu warten.

Bis zum nächsten Mal

Gruß Robert

Annaberger Bergkristall

Für Sonnabend, den 08.09.2018 war der älteste deutsche Hangflugwettbewerb am Pöhlberg zum 48. mal ausgeschrieben. 13 Piloten kämpften bei stark wechselnden Bedingungen um den „Annaberger Bergkristall“, einen Wanderpokal,  gestiftet vom Bürgermeister der Stadt Annaberg-Buchholz. Gestartet wurde auf der am Pöhlbergrundweg angrenzenden Wiese. Erste Durchgänge erbrachten teilweise nur Flugzeiten von 20-30 Sekunden, so dass es zunehmend spannender wurde. Erst der letzte Flug sollte den gesamten Wettbewerb entscheiden. Hier hatten die beiden Vertreter unseres Vereins das Glück der Tüchtigen auf ihrer Seite. Mit leichten Modellen, Routine, Risikobereitschaft und Thermikhilfe flogen Uwe und Ricco Maximalzeiten und beendeten den Wettbewerb als Erster und Zweiter. Herzlichen Glückwunsch und ein Dankeschön an den ausrichtenden Fliegerklub Annaberg e.V..

 

F3F SachsenCup 2018

Hallo liebe Piloten,

am 12.08.2018 findet DAS nationale F3F vor der WM in diesem Jahr statt, der SachsenCup 2018!
Start 09:00 Uhr an der Einfahrt zur Babisnauer Pappel, Dresden.
Ende ca. 16:00 Uhr.

Geflogen wird Allwetter-F3F
Das heißt: Bei Wind wird der passende Hang in der Umgebung aufgesucht und F3F nach aktuellen FAI-Regeln geflogen. Falls der Wind ausbleibt, wird auf dem Modellflugplatz Babisnauer Pappel „Winden- oder Gummi-F3F“ geflogen. Um den Teilnehmerkreis zu erweitern, sind Elektromodelle für diese „ohne Wind“-Variante ausnahmsweise ebenfalls erlaubt, starten aber außer der Wertung oder erhalten Mali auf die Flugwertung (genaue Regeln dann vor Ort). Winden und Gummis stehen bereit, es fehlt nur euer Hochstarthaken.

Vor Ort ist das F3F WM-Team des MFSC TU Dresden e.V. in voller Ausstattung und möchte mit euch trainieren.
Die Wettbewerbsleitung hat ebenfalls der von der WM 2012 bekannte Armin Hortzitz.

Im Vordergrund steht für die Piloten der Spaß am F3F und für die Truppe des MFSC TU Dresden e.V. das Wettbewerbsumfeld zum Training.
Es winkt ein exklusiver Pokal für den Gewinner und den Letztplatzierten der alle Runden mit geflogen hat.

Speis und Trank sind im Startgeld (2,50€) enthalten.

Eine FAI-Lizenz nicht notwendig, eine ausreichende Modellflug-Haftpflichtversicherung ist vorausgesetzt (Nachweis erforderlich). Junioren sind willkommen und werden von den Profis vor Ort besonders gefördert.

Registrierung per E-Mail an info@erikschufmann.de oder per F3X-Vault

20. Kiesgrubenpreis

Bereits zum 20.mal fand am 1. Mai 2018 das von Kristian Töpfer ins Leben gerufene Segeln mit Modellbooten um den Kiesgrubenpreis in Pratzschwitz statt. Die anfängliche Flaute entwickelte  sich gegen Mittag zu einem schwachen Wind. 3 Rennboote der Klasse Marblehead, 9 „große“ (Foto) und 14 „kleine“ Boote konnten so in 3 Durchgängen um die beste Platzierung und damit einen Eintrag auf den jeweiligen Wanderpokalen kämpfen. Bemerkenswert und optisch bereichernd war die Teilnahme vorbildgetreuer Boote, wie z.B. ein Dreimastschoner, bei den „großen“ Modellen.

Wir haben es getan

.. zum allerersten Mal in Laucha.

9 tapfere Piloten waren angetreten, die beschränkten Windgegebenheiten zu Ihrem Vorteil zu nutzen. Zeiten von 66s bis 114s wurden bei max. 5m/s geboten und am Ende standen 5 Runden im Buch.Und wenn dann die ein oder andere windstille Wartezeit bei eisigen Temperaturen angesagt war, so half der ortsansässige Verein mit dem geheizten Ikarus-Partybus über die Zeit. Für diese Unterstützung und für die Erlaubnis zur Durchführung des Wettbewerbs gilt euch der Dank aller Teilnehmer!

1 Frank Holtz 3811,50 100,00%
2 Erik Schufmann 3764,90 98,78%
3 Wolfgang Lehmann 3760,36 98,66%
4 Uwe Walter 3563,95 93,51%
5 Max Steidle 3559,65 93,39%
6 Robert Matthes 3491,42 91,60%
7 Axel Schmidt 3383,84 88,78%
8 Frank Schreiber 3377,91 88,62%
9 Reiner Wagner 3039,70 79,75%

Noch vor Ort wurde die Wiederholung beschlossen und das Event mit dem Namen Laucha Open 2017 aus der Taufe gehoben.

Easy-F3F-unstrut-Race-2017