GERMAN OPEN F3F 2020

Wir wagen es wieder, trotz oder gerade wegen den Umständen.

EVENT NOTIFICATION – DAeC Nr. F3-20-12

German Open F3F 2020
International German Championship F3F 2020
Date:                                      16.10.2020 – 18.10.2020

http://f3f.de/?p=1270

Dipl. Ing. Achim Schröder

Unser Modellflugfreund Achim Schröder ist für immer von uns gegangen. Achim war von Kindesbeinen an Modellflieger, kümmerte sich später um die Ausrichtung des Sonnenwendenpokals und war in unserer Jugendgruppe tätig. Seine Fröhlichkeit und sein ansteckender Humor waren stets eine Bereicherung. Onkel Achim, wie wir ihn nannten, war trotz schwerer Krankheit stets optimistisch, baute noch zwei F1H-Modelle und nahm an Wettbewerben teil. Wir trauern um unseren Flugkameraden und wünschen ihm auf seinem letzten Flug guten Wind.

3. Unstrut Open F3F 2019

Ein „Ausnahme“-Tag für F3F in Laucha

Für die Durchführung der 3. Ausgabe der Unstrut Open waren Ruhe und Geduld bei der Vorbereitung angesagt. Es sollte diesmal „richtiger“ Wind wehen. Das hatten sich jedenfalls Mathias und ich bei der Terminwahl so gedacht. Es wurde dann doch erst Anfang Dezember und damit war klar: Der Flugtag wird kurz. Die Information an alle potenziellen Teilnehmer wurde über RC-Network bekannt gegeben. Über die gesamte Arbeitswoche hinweg bis einschließlich Freitag trudelten dann die Anmeldungen ein und so waren es am Ende 20 Piloten, die teilnehmen wollten. Zu meiner Überraschung waren dann auch alle Zwanzig angetreten, um mitzufliegen. Bei kurzfristig eingeladenen Wettbewerben im Inland eher die, wenn auch erfreuliche, Ausnahme. Immerhin nahmen einige mehrere hundert Kilometer Anfahrtsweg in Kauf, um dabei zu sein. Und das Wetter hielt, was die Vorhersage versprach. Das war die zweite erfreuliche Ausnahme… Der Wind war gnädig gestimmt und wehte vormittags teilweise ruppig bis stark aus WSW. Über den gesamten Tag lagen 10-13m Wind stabil an. Durch die starke Bewölkung gab es für Inlandsverhältnisse erfreulich gleichmäßige Bedingungen, wenn man so will die dritte Ausnahme… So entschied letztlich nicht das Thermikglück, sondern die individuelle Klasse der Piloten über die Platzierung und auch die Neueinsteiger, die wir erfreulich zahlreich begrüßen durften, lernten dazu und kamen auf ihre Kosten. Und wir hatten den Eindruck, dass es den Neuen gefallen hat und ihre Neugier auf F3F geweckt wurde.

Vierziger Zeiten waren Pflicht an diesem Tag, und wer die Runde gewinnen wollte, musste unter 41 Sekunden bleiben. Dies gelang zu meiner Freude nicht immer denselben Piloten und die Abstände innerhalb der einzelnen Runden waren hauchdünn. Dass es sich unter den Top Ten zwischen 36 und 41 Sek. abspielte, spricht für die Qualität dieses Hangs am Rande des Segelflugplatzes Laucha. Übrigens einer Wiege des Segelflugs in Deutschland. Man begann hier 1923 mit dem manntragenden Segelflug.

Mit zwei sehr schnellen Flügen und konstant guten Rundenzeiten sicherte sich Christian Fiedler souverän den Sieg an diesem Tag. Der „Lastenseglertest“ gelang bei Erik nicht immer und so waren 4 gewonnene Runden nicht genug, um zu gewinnen.

Franz bediente den gesamten Tag die Startstelle im kalten Herbstwind und war am Ende äußerlich entsprechend angefroren, aber im Herzen erwärmt über die angenehme Atmosphäre in der anwesenden F3F-Gemeinde. Tapfere Leistung und vielen Dank an dieser Stelle. Ich war froh ihn an der Anlage zu haben, da ich dadurch den Kopf frei hatte für die Dinge, die man als Wettbewerbsleiter eben so zu tun hat. Außerdem freuen wir uns über jede Einsatzmöglichkeit unserer Anlage in Vorbereitung der F3F-WM 2020 in Frankreich, wo ich, Franz und Daniel Schneider mit unserer Anlage den technischen Dienst an der Flightline verrichten werden.

Der Vorjahressieger Siggi musste am Ende von Christian heimgefahren werden und war wohl nicht ganz im Vollbesitz seiner Kräfte.

Wie in jedem Jahr waren auch diesmal wieder unsere Freunde vom gastgebenden Verein vor Ort und alle konnten sich nach der Siegerehrung im historischen Ikarus-Bus (der Typ aus ungarischer Produktion -Baujahr geschätzt 1960- heißt wirklich „Ikarus“ – ein schönes Gleichnis für Flieger) bei Kaffee und Weihnachtsstollen aufwärmen und den Tag ausklingen lassen. Als Wettbewerbsveranstalter bin ich sehr dankbar für diese Willkommenskultur auf dem Platz in Laucha. Das ist nicht überall so und macht die Dinge so unendlich einfacher.

Vielen Dank im Besonderen an Uwe, Mathias, Erik und Franz, die mit mir gemeinsam sehr früh auf den Beinen waren um den Wettbewerb vor Ort vorzubereiten.

Ich hoffe allen hat der Tag gefallen. Bessere Bedingungen sind jedenfalls selten und ich war wieder mal froh, lang genug gewartet zu haben. Und als Verein freuen wir uns, dass wir nun neben Rügen einen zweiten Wettbewerb anbieten können.

Bis zu nächsten Mal im Herbst

Gruß Robert

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Dr. Erdmann Knösel

Ein begeisterter Modellbauer und –flieger, ein guter Kamerad hat uns verlassen.

Mit Entsetzen und tiefer Trauer müssen wir zur Kenntnis nehmen, dass uns Erdmann Knösel, unser ehemaliger Vereinsvorsitzender – für uns aber vor allem ein ehrlicher, herzensguter und immer um Ausgleich bemühter Freund – vor wenigen Tagen nach kurzer, schwerer Krankheit im Alter von 80 Jahren verlassen musste.

1952-56 absolvierte er die Geschwister-Scholl-Oberschule in Löbau. Eines seiner Interessengebiete dort war neben dem Tanzunterricht mit den 9.-Klässlerinnen, der Motorrad- und LKW-Ausbildung, Radtouren und Kutterfahrten auf der Olba (mit viel Gebrüll und lautem Gesang) schon damals die von Egon Storch geleitete Flugmodellbau-AG.

Anfang der 70er Jahre kam der promovierte Maschinenbauer, der seine akademische Ausbildung an der Fakultät für Luftfahrtwesen der TU Dresden begann und dort endgültig mit dem Flieger-Virus infiziert wurde, in Kontakt mit der Gruppe der Freiflieger an der TU Dresden. Dort setzte er seine modellfliegerische Laufbahn mit dem erfolgreichen Bau von Freiflugmodellen fort. Später, Ende der 70er, integrierte er die Fernlenk-Segelflieger in die GST-Fliegergruppe der TU Dresden und schaffte es, dass sich neben dem Spaßfliegen auch im Fernlenkflug durch systematisches Training und gekonnte Koordinierung der verschiedenen Talente der Mitglieder eine sportlich schlagkräftige Fernlenktruppe herausbildete. Schon vor 1989 bestanden deren Piloten, wie auch die Freiflieger nationale und internationale Herausforderungen nicht nur erhobenen Kopfes sondern oft auch mit Titeln und Medaillen dekoriert. Das half sicher auch dabei, wenn er die Mühen der Funktionärsarbeit bewältigen und den einen oder anderen Rüffel wegen eher weniger GST-konformen Verhaltens einiger Mitglieder abfangen musste. Erdmann hat gemeinsam mit seinen Mitstreitern kurz nach der Wende den Übergang dieser Modellfluggruppe in den MFSC TU Dresden e.V. innerhalb des Luftsportverbandes Sachsen e.V. und des Deutschen Aeroclub e.V. geschafft. Der Verein konnte nicht nur an die sportlichen Erfolge der Vorwendezeit anknüpfen, sondern hat auch eine Reihe von Welt-, Europa- und Deutschen Meistern aus seinen Reihen hervorgebracht und sich als Ausrichter hochkarätiger Wettbewerbe einen Namen erarbeitet. Und schließlich gliederte sich aus dem nun recht groß gewordenen TU-Verein der MFC Reinholdshain aus, der einen eigenen Flugplatz mit Zulassung für Motormodelle betreibt und mittlerweile bei den Veranstaltern von Flugschauen nicht nur regional eine gute Adresse ist. Dass die insgesamt vier um Dresden herum beheimateten Modellflugvereine heute sehr gut zusammenarbeiten, ist auch mit sein Verdienst.

Erdmann Knösel war selten ganz weit vorn in den Ergebnislisten, aber er hatte Spaß an der Teilnahme an Wettbewerben der Freiflieger und der Fernlenk-Segelflieger. Gemeinsam mit seinen Fliegerkameraden bei derartigen Veranstaltungen dabei zu sein und am Abend noch ausgiebig zu klönen, bereitete ihm ein unbändiges Vergnügen – egal, ob er als Wettbewerber oder Mitglied der Org.-leitung oder als Schiedsrichter agierte. Auch wenn er seinen Lebensmittelpunkt ins Fränkische verlegt und später den Vereinsvorsitz in jüngere Hände gegeben hat – seinem Verein und seiner Alma Mater ist er immer treu geblieben: Während des Wintercampings in Altenberg gab es Treffen mit den engsten Freunden; bei Vereinsversammlungen oder sportlichen Großereignissen war er meist mit dabei und seine wissenschaftliche Arbeit im Bereich der Zerspanung wollte er ebenfalls nicht missen. Sein Tod hinterlässt eine Lücke und wir werden zukünftig schmerzlich an sein Fehlen in unserer Runde erinnert werden. Aber wir werden uns dann auch immer die Stunden ins Gedächtnis zurückrufen, in denen wir an der Hangkante, auf der Wiese oder im Wohnwagen miteinander geflogen sind, gelacht, gefeiert, Pläne geschmiedet und wieder korrigiert haben – oder einfach nur die Seele baumeln lassen konnten. Und genau das nehmen wir mit als Erdmann Knösels Vermächtnis: Den Modellflug, sportlich betrieben, ernst zu nehmen aber daneben auch und vor Allem den Spaß und die Freude am Modellflug ebenso wie die Welt außerhalb des Modellfliegens zu genießen!

Wir trauern mit seinen Angehörigen und werden sein Andenken in Ehren halten.

Der Vorstand des MFSC TU Dresden

Der Landesmodellflugreferent des LSVSN e.V.

 

2. Unstrut Open F3F 2018

F3F auf historischem Gelände in Sachsen Anhalt

 Nun schon zum 2. Mal trafen sich die F3F Interessierten auf dem Flugplatz Laucha in Sachsen Anhalt oberhalb der Unstrut. Der Ort bietet ein vergleichsweise weites Vorfeld und einen etwa 40-50m hohen SW-Hang. Da nur eine Windrichtung im F3F nutzbar ist, ist ein fester Termin für einen Wettbewerb schwierig, wenn nicht gar unmöglich, zu bestimmen und so kam es, dass der Termin recht kurzfristig festgelegt wurde. Vielen Dank an Herrn Reinhard Otto der unser Vorhaben immer unterstützte. In den vergangenen Wochen war kaum Süd-West Wind zu verzeichnen. Beinahe wäre der Termin den Weihnachtsvorbereitungen zu nahe gekommen und so war auch ich etwas mutlos geworden, da der gesamte November nicht ein Wochenende bot an dem wir hätten fliegen können. Dank Uwe wurde ich am Montag wachgerüttelt und es wurden schnell ein paar Infos per WhatsApp geschrieben. Es wurde die Absicht bekundet das wir doch noch in Laucha fliegen wollen und wir so zu unserer zweiten Ausgabe der Unstrut Open kommen. Der genaue Termin wurde erst am Freitag morgen festgelegt. Sorry liebe Sonntagsflieger aber der Sonnabend war eine gute Wahl. Am Sonntag wäre wohl das Teilnehmerfeld größer gewesen, aber gegen Mittag war in Laucha verbindlich Schluss und es regnete für den Rest des Tages. Vielen Dank an dieser Stelle an Reiner, der auch am Sonntag noch vor Ort war und berichtete.

Gegen 8:00 Uhr war am Sonnabend noch Windstille und ich zweifelte ob ich die Vorhersage richtig gelesen hatte. Aber wir wollten ja erst ab 10:00 Uhr fliegen. Mit Hilfe von Uwe und Mathias wurde die Stecke und Anlage aufgebaut. Alle waren gut durch den Verkehr gekommen und rechtzeitig vor Ort, obwohl die Mehrheit über mehrere hundert Kilometer anreiste. Erst einige Minuten nach 10:00 Uhr kam dann der Wind so stark, dass wir beginnen konnten.

Mit 8 teilnehmenden Piloten war klar, dass alle irgendwie den ganzen Tag zu Fuß unterwegs sein werden und keiner Zeit bekam sein Modell für den nächsten Flug vorzubereiten. Das war umso schwieriger, da der Wind vormittags ständig zunahm und auch nach 13:00 Uhr wieder nachließ. So waren alle zügig auf den Beinen unterwegs und etwa ab der 11. Runde wurden diese dann auch nicht mehr schneller. So waren alle richtig schön beschäftigt und es fand sich auch nicht immer gleich jemand der die Wende oder die Startstelle hätte bedienen können. Siggi war gekommen um zu demonstrieren wie man fliegen sollte. Der Rest musste sich an seinen Zeiten abarbeiten. 10 gewonnene von 15 Runden sprechen für ihn. Nur beim schnellsten Flug des Wettbewerbs musste er sich knapp geschlagen geben. Den hatte Axel kurzerhand in der 8. Runde geflogen. Gegen 15:00 Uhr waren 15 Runden geflogen und alle wollten endlich mal etwas in Ruhe essen und trinken. So wurde beschlossen keine weitere Runde zu fliegen da auch der Wind zu diesem Zeitpunkt wieder sehr schwach wurde.

Ergebnisse

Die Startstelle war an diesem Tag, der ruhigste Posten mit dem geringsten Aufwand der zu vergeben war. Daher hatte ich genug Zeit alle anzuhalten das Laufen nicht zu vergessen. Auch wurde keine Pause gemacht da die Sorge groß war wertvolle Flugzeit zu verschenken. Vielen Dank an Euch, die ihr es tapfer ertragen habt.

Der Sieger stand zwar schon nach der 2. Runde fest, aber dennoch hatten alle ihren Spaß an diesem Tag.  So hatte ich mir das vorgestellt und soweit mir bekannt, ging es den Anderen genauso. Nach der kleinen Siegerehrung und einigen kurzen Gesprächen fing es auch schon an zu dämmern und der Flugtag war vorbei. Wir haben bewiesen, dass man auch im F3F 10 km laufen können muss, ohne dabei übermäßig zu trinken oder zu essen. und das es sich lohnt auf den richtigen Tag zu warten.

Bis zum nächsten Mal

Gruß Robert